| Informationen für Ehemalige |
mit dieser Bezeichnung spreche ich all diejenigen an, die seit 1994 bei der Anfertigung ihrer Diplomarbeit oder ihrer Dissertation von mir betreut wurde. Wenn Sie diese Zeilen lesen, dann haben Sie - vielleicht zum ersten Mal seit Jahren - zumindest virtuell via Internet wieder Kontakt zu Ihrer alten Uni aufgenommen und fragen sich gerade, was dort, wo Sie einmal Ihre Examensarbeit gemacht und damit vermutlich den letzten Schritt Ihres Studiums absolviert haben, inzwischen denn so los ist und was ihr "alter Prof" (mittlerweile immerhin schon 48 Jahre alt) denn macht.
Vielleicht sind Sie auch früher schon hin und wieder hierher gesurft und waren enttäuscht, nur meine lapidaren, hoffnungslos veralteten Webseiten zu finden. Seitdem ich im Sommerurlaub 2001 auf der wunderschönen Insel Bornholm den ein oder anderen Abend am Laptop verbracht und endlich einmal "Homepagepflege" betrieben habe, ist das anders geworden. Diese Seite ist mein erster Versuch, auch den Kontakt mit Ihnen, den Absolventen meiner Arbeitsgruppe, zu vertiefen bzw. überhaupt wieder aufzunehmen.
Manche von Ihnen haben sich auch nach dem Verlassen der Universität noch per e-mail oder Postkarte bei mir gemeldet. Der ein oder andere stand auch eines Tages einfach vor der Tür meines Uni-Büros (was mich stets sehr freut, auch wenn gerade ein Diplomand zur Betreuung da sitzt!) oder stand mir auf einer Konferenz unvermittelt gegenüber ("Kennen Sie mich noch?" - Was für eine Frage!). Von den meisten habe ich allerdings seit "damals" nie wieder etwas gehört, aber wenn ich hin und wieder die mittlerweile recht stattliche Galerie der Diplomarbeiten in meinem Regal anschaue und mir ein bestimmter Name auffällt, frage ich mich natürlich schon, was aus diesem oder dieser denn so geworden ist. Das "Gesicht zum Namen" kann ich mir bisher noch bei jedem vorstellen - umgekehrt beginnt das gelegentlich schon schwierig zu werden, also helfen Sie mir ruhig vorsorglich auf die Sprünge, wenn wir uns unvermittelt treffen sollten und Sie nicht sicher sind, ob er wirklich noch . . . .
Ich würde mich persönlich sehr freuen, von Ihnen wieder etwas zu hören, die Sie viele Stunden bei mir im Büro verbracht haben, angenehme oder auch unangenehmere (gefürchtet immer wieder die Kommentare zur allerersten Fassung des allerersten Kapitels - Stichwort: Kommasetzung). Auch von denen, die sich schon wieder gemeldet haben, höre ich fast immer, dass Interesse am Kontakt zur Uni generell und zur Arbeitsgruppe, mit der man am intensivsten während des Studiums zu tun hatte, im besonderen besteht. Aber vielleicht geht es Ihnen ja auch (noch) ganz anders, und Sie sind froh, Studium und Diplomarbeit möglichst weit hinter sich zu haben. Manch einem mag gerade die Zeit der Examensarbeit eine arge Fron gewesen sein, oder die Abschlusszensur mag so gar nicht den Erwartungen entsprochen haben und der heimliche Groll sitzt noch tief.
Ich selbst hatte mich mit meiner alten Uni in Kiel, wo ich insgesamt elf Jahre als Student und Assistent verbracht hatte, erst viele Jahre nach meinem Weggang wieder begonnen zu beschäftigen. Zehn Jahre nach meiner Promotion betrat ich zum ersten Mal wieder das Institut, und erst die Feierstunde zum 25. Jubiläum des Kieler Informatikinstituts vor einigen Jahren hat mir durch das Wiedersehen mit Studien- und Arbeitskollegen, die ich zum Teil schon fast vergessen hatte, wieder etwas "Lust auf Erinnerungen" vermittelt. Ganz egal wann bei Ihnen ein ähnliches Gefühl einsetzen mag, scheuen Sie sich nicht, einfach nur einen Gruss zu schicken oder auch einen seitenlangen Brief mit all Ihren Erfolgen und Misserfolgen seit dem Diplom oder der Promotion.
Aus dem amerikanischen Universitätssystem drängt die Bezeichnung "Alumni" für Hochschulabgänger, die Kontakt zu ihrer Alma mater halten wollen oder sollen, inzwischen auch nach Deutschland. Im Juli 2001 hat die Universität Bonn sogar einen Alumni-Verein gegründet - zunächst ganz harmlos mit dem Angebot eines jährlichen Alumni-Tages und einer Adressen-Datei. Eines Tages wird die Uni ihren Alumni aber wohl auch nach gut amerikanischem Vorbild ans Portemonnaie wollen, zumindest wenn uns der Staat weiter so knapp hält. Statt den Kontakt zur grossen, anonymen Masse aller ehemaligen Bonner Studierenden zu suchen, bietet sich eine überschaubarere "Familie" wie ein Institut oder auch nur eine Arbeitsgruppe bzw. ein einzelner Professor als Bezugspunkt aber vermutlich viel eher an. Ich bin gerne bereit und selbst daran interessiert, einen solchen Kontakt zu pflegen und zu organisieren, vorausgesetzt Sie lassen mich ihr Interesse wissen und melden sich.
Kontakt kann zunächst einmal mittels Informationen auf dieser Webseite oder einen kleinen elektronischen Newsletter hergestellt werden oder auch nur durch eine Webseite mit Adressen derjenigen Ehemaligen, die sich beteiligen wollen. Am Horizont ist aber auch immer noch die schon früher geäusserte Idee eines "Absolvententages" zu erkennen - vielleicht Mitte 2002, wenn ich zehn Jahre in Bonn bin und wenn die 100. Diplomarbeit zu feiern sein wird. Voraussetzung für so etwas ist, dass ich vor allem Ihre Koordinaten kenne und dass Sie Ihr Interesse anzeigen. Tun Sie dies am besten gleich jetzt per e-mail (manthey@cs.uni-bonn.de)! Wenn Sie sogar bereit sind, Ihre jetzige berufliche Tätigkeit (Firma, Ort, e-mail) auch der Aussenwelt bekannt zu machen - etwa über eine Adressenliste auf dieser Internetseite - dann lassen Sie mich das bitte auch mit wissen. Und kommen Sie bitte hin und wieder auf diese Seite zurück, um Neues zu erfahren. Ich werde versuchen, die Seiten "lebendig" zu halten.
Ich freue mich auf möglichst viele "Lebenszeichen" aus allen Ecken der Welt (und sei es auch "nur" aus Euskirchen oder Troisdorf) und grüsse Sie alle herzlich Ihr
Rainer Manthey